Die Verbundenheit des Lebens 

Eine positive Entwicklung im Bereich der Umwelt, Gesellschaft und im persönlichen Bereich, ist abhängig vom eigenen Lebensstil

Seit Jahrtausenden sind wir es gewohnt, Energie durch Feuer zu erzeugen. Anfangs beschränkte sich dies auf das Wärmen unserer Körper und die Zubereitung und das haltbar machen von Nahrung. Im Laufe der Zeit sind viele Anwendungsbereiche dazu gekommen. Mit dem atomaren Feuer ist eine neue Energiequelle gewonnen worden.

Seit Jahrtausenden sind wir es gewohnt, die Welt als unerschöpfliche Quelle für unser Leben zu nutzen. Die Rodung der Wälder, die Überfischung der Meere, das Auslaugen der Böden, dies sind nur einige Beispiele unseres Handelns.

Beides, die Nutzung von Energie und von Ressourcen, müssen wir in Einklang bringen mit dem Leben auf der Erde und mit unseren wirklichen Bedürfnissen und wir müssen entsprechend handeln.

Als Energiequelle sollten wir nur das Sonnenlicht nutzen.

Bei jeder ökonomischen Entscheidung sollten wir analysieren, ob wir das, was wir besitzen wollen, langfristig benötigen und zu welchem Preis die Umwelt es an uns abgeben soll oder kann.

Bei allen weiteren Entscheidungen sollte die Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts der Natur und die Förderung des Lebens im Vordergrund stehen.

Wir sollten versuchen, uns selbst, unserer Umwelt und unseren Mitmenschen gegenüber, in Liebe zu handeln.

Und wir sollten unsere eigenen Wurzeln suchen und versuchen aus der Quelle der Erkenntnis zu trinken, um zu erfahren, woher wir kommen, wohin wir gehen und wer wir sind. 

Die Spirale der Entwicklung

Der erste Bezugspunkt unseres Lebens sind wir selber

Wir werden geboren in unsere persönliche Zeit und wir entwickeln uns im Kontext der inneren, materiellen, sozialen und der kosmischen Bezüge. 

Die Entwicklung findet häufig nicht linear statt, sondern in Kreisbewegungen, die man sehr gut spiralförmig darstellen kann.

Nach der Geburt müssen wir materiell und sozial versorgt werden. Wir begreifen die Welt durch den Bezug zur Materie und den Bezug zu den Menschen, Tieren und Pflanzen, die uns umgeben. Es kommen weitere immaterielle Bezüge hinzu, die man unter dem Begriff "Kosmischer Bezug" zusammenfassen kann.

In der Spirale der Zeit findet unsere persönliche Entwicklung statt. Dabei ergeben sich Vorlieben für die verschiedenen Bezugssysteme. Manche Menschen sind an materiellen Dingen interessiert, andere finden ihren Bezug in sozialen Kontakten, andere verschreiben sich immateriellen Dingen, wie der Kunst, der Philosophie oder den Religionen.

Die Bewertung dieser Bezüge ist ein Urbaustein bei der Betrachtung des eigenen Lebens und der eigenen Entwicklung. Hier liegt der Schlüssel für unsere inneren Bedürfnisse, die wir allzu leicht füllen wollen mit Dingen, die wir im Äußeren suchen. 

Die Betrachtung und Analyse dieser inneren Bedürfnisse, die oft genug einer inneren Leere gleichkommen, ist damit ein wichtiger Wegweiser für das eigene Verhalten in Bezug auf die umgebende Umwelt und auf das Verhalten uns selbst und unserem Nächsten gegenüber.

Ökosologie 

Eine ganzheitliche Weltsicht

 

Das Wort "Ökosologie" stellt eine ganzheitliche Weltsicht dar. 

Dieses neue Fremdwort ist eine Erweiterung des Begriffes Ökologie und schließt ökonomisches, soziales, und solar-energetisches Denken und Handeln mit ein. 

Die Ökosologie ist eine Lebensphilosophie, die aufzeigt, dass lebensvernichtendes Chaos oder lebensschaffende Ordnung, in ihrem essenziellen Kern, abhängig sind von der Art der Energie, die wir nutzen. 

Chaos entsteht durch fossiles und atomares Feuer. Beides schafft Zerstörung, wie wir an unserer sterbenden Umwelt und an den Kriegen um Energie sehen können. Ordnung entsteht durch Sonnenlicht und schafft Leben. Dies erleben wir täglich durch die Natur. Beide Zustände, das Chaos und die Ordnung, entstehen durch Informationen, die im Fließen von Energie freigesetzt werden. 

Beide Formen der Energie haben einen tiefen Einfluss auf unsere Umwelt, unser eigenes Leben und unser ganz persönliches Wohlergehen.

Die Ökosologie fordert dazu auf, destruktives Chaos durch ein vernetztes ökologisches, ökonomisches, soziales und solar-energetisches Handeln zu überwinden und eine neue, lebensaufbauende Ordnung zu schaffen.

Handeln für das Leben

Stehen wir an einem Wendepunkt?

Sollen wir weiter unser Leben mit Hilfe des fossilen und des atomaren Feuers negativ gestalten, oder sollten wir lieber das positive Prinzip der Sonne nutzen und selber ein gesundes, lebendiges und nachhaltiges Wachstum erschaffen?

Wollen wir in einer Welt des Todes und des Artensterbens leben?
Wollen wir in einer Welt der Klima- und Umweltkatastrophen leben?
Oder wollen wir in einer Welt des Friedens und der Lebendigkeit leben?

Gibt es ein Weltgericht?

Ich glaube nein, aber ich denke, dass das Wort "Gericht" 
in einem doppelten Sinn verstanden werden kann. 

Ob wir "bestraft" werden, liegt in unseren Händen, denn falsches lebensvernichtendes Handeln wird in die richtige Richtung "gerichtet" - die Naturgesetze können wir nicht umgehen. 

Wir könnten das Wort "Gericht" aber auch anders verstehen, als Mahl der Liebe - zu dem wir als Gäste eingeladen sind. Der Tisch ist reich gedeckt und die Nahrung die wir finden lässt uns körperlich, geistig und emotional wachsen. Dieses "Gericht" sollten wir ehren und als "gute Gäste" für unseren Nächsten, die Tiere und Pflanzen etwas übrig lassen, anstatt alles zu verzehren und am Schluss ohne Nahrung und ohne reines Wasser, selbst zu verhungern und zu verdursten?

Es liegt in unseren Händen was geschieht

Ob wir in Frieden mit uns selbst und unserer Umwelt leben, liegt in unseren Händen.

Jeder von uns durchlebt seine persönliche Spirale der Entwicklung, die aus dem zeitlichen, dem materiellen, dem sozialen, kosmischen und inneren Bezug besteht. 

Jedem ist dabei die Möglichkeit gegeben, seinen eigenen Standpunkt zu suchen und sich frei zu machen von ideologischen Verstrickungen, die ihn an einem bestimmten Punkt seiner Entwicklung festhalten.

Jedem ist die Chance gegeben, für das Leben, die Lebendigkeit und die Unendlichkeit des Lebens einzutreten, wie es zum Beispiel im Christentum ersehnt wird.

Diese Chance wird uns jeden Tag neu gegeben, so wie das Sonnenlicht jeden Tag Nahrung, Wärme und das Erkennen von uns selbst und der Welt gibt.

Wir können handeln - das ist unsere Chance !

Wir können etwas ändern, wenn wir uns selbst und unsere Umwelt lieben und unser Handeln daran orientieren, was Lebendigkeit schafft.

Wir können ganz persönlich ökologisch, ökonomisch, solar und sozial handeln und liebevoll mit uns selber und unserer Umwelt umgehen.

Das Prinzip des Lebens für sich zu entdecken, das durch die Sonne gespendet wird, ist eine Offenbarung für die Sinne. 

Strukturen zu schaffen, die nachhaltige Lebensenergien zur Verfügung stellen, die Leben schaffen und nicht das Leben vernichten, dies führt zu einem Gefühl von Ganzheit, zu innerer und äußerer Wärme und zum Frieden. 

Dies verstehe ich unter "ökosologischem Denken und Handeln", das die Integration ökologisch-ökonomischer, sozialer, solarer, aber auch ökumenischer Belange in die Verantwortung des Einzelnen legt und zu einem gesunden Verhältnis von Mensch und Natur führen kann. 
 

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